Der Ruhestandsplaner-Tipp

Präsentiert von Petra Neumann, der ersten Ruhestandsplanerin in Ostfriesland


Ruhestandsplanung: Früh anfangen, alle Bausteine nutzen

Die gesetzliche Rente wird in Zukunft nur einer von mehreren wichtigen Bausteinen in der eigenen Ruhestandsplanung sein. Wer das Alter in Ruhe genießen will sollte zum einen früh mit der eigenen Ruhestandsplanung beginnen – und zum anderen alle sich bietenden Bausteine nutzen.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die gesetzliche Rentenversicherung in Zukunft nicht mehr ausreichen wird, den eigenen Lebensstandard zu sichern. In einer schrumpfenden Gesellschaft wie der deutschen wachsen schlicht nicht genügend Beitragszahler nach, um die zunehmende Zahl der Rentner zu finanzieren. Bereits die heutige Rentnergeneration ist davon betroffen. Das Risiko der Langlebigkeit sorgt dafür, dass das angesparte Kapital für die Rente länger reichen muss – und das nach Inflation und Steuern.

Doch die Entwicklung steht erst am Anfang. Besonders schmerzlich werden das diejenigen erfahren, die in den so genannten „geburtenstarken Jahrgängen“, also in der Zeit von Mitte der 50er bis Mitte der 60er Jahre, geboren wurden. Aber auch für die Generation, die nach den „Babyboomern“ geboren wurde, wird die gesetzliche Rente allenfalls einen kleinen Baustein in der Altersvorsorge darstellen können, wenn sie im Rentenalter ihren Lebensstandard nicht drastisch einschränken wollen.

Dass auch die Bundesregierung die Dramatik der Entwicklung erkannt hat, zeigen Gesetze wie das Altersvermögensgesetz (AVmG), das Alterseinkünftegesetz (AltEinkG) oder die Novellierung des Betriebsrentengesetz (BetrAVG). Damit fördert der Staat die private Vorsorge für den Ruhestand. Dies geschieht vor allem mit den darin verankerten Förderungen von Altersvorsorgebeiträgen durch staatliche Zulagen und Steuervergünstigungen (Riester-Förderung, Rürup-Rente) sowohl bei der betrieblichen Altersvorsorge als auch beim privaten Aufbau oder Ergänzung der Altersvorsorge.

Neben dem schlechter werdenden Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentnern kommen zwei weiteren Faktoren hinzu: Der oft unterschätzte, rentnerspezifischen Kaufkraftverlust, der daraus resultiert, dass ältere Menschen vermehrt personalintensive Dienstleistungen wie Pflege, Gesundheit und Freizeit nachfragen, sowie die aufgrund der längeren Lebenszeit stark steigende Laufzeit der Rentenzahlungen.

Vor diesem Hintergrund ist es von entscheidender Bedeutung, sich so früh wie möglich mit dem Thema Ruhestandsplanung zu befassen. Jeder Einzelne sollte deshalb in einer Ruhestandsplanung eventuellen Handlungsbedarf ermitteln lassen. Dabei ermitteln Ruhestandsplaner die individuelle Situation des Mandanten und berechnen die individuelle Rendite, mit der das erreichen des Ziels möglich ist. Zudem werden dann die Bausteine ausgewählt, die zur jeweiligen Lebenssituation passen. Im Laufe der Zeit sollten die getroffenen Entscheidungen kritisch überprüft und beispielsweise einem gewachsenen Lebensstandard angepasst werden. Diese langfristige, persönliche Betreuung leisten etwa die vom BDRD e.V. zertifizierten Ruhestandsplaner.

Ein wichtiger Baustein, der besonders früh auf den der gesetzlichen Rente gestellt werden sollte, ist die staatlich geförderte, kapitalgedeckte Zusatzvorsorge. Hierzu gehören etwa die Riester-Rente oder verschiedene Formen der betrieblichen Altersvorsorge. Bei Letzteren ist zu beachten, dass sie nur dann gefördert werden wenn sie eine lebenslange Versorgung sicherstellen. Einen weiteren Baustein, der bei steigendem Lebensstandard unverzichtbar ist, stellen privat investierte Kapitalanlageprodukte dar, also Investmentfonds-Anteile, Sparverträge, Kapital-Lebensversicherungen, Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht und andere mehr. Typisch für diese Bausteine ist, dass die Beiträge aus bereits versteuertem Einkommen stammen und daher weniger Einschränkungen unterliegen als die Anlageformen der kapitalgedeckten Zusatzvorsorge. Daraus ergeben sich mehr Flexibilität und die Chance auf eine höhere Rendite.

Weitere Informationen zum Thema Ruhestandsplanung erhalten Sie bei einem persönlichen Termin, oder auf der Seite des Bundesverband der Ruhestandsplaner Deutschland e.V. www.bdrd.de.
Petra Neumann
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